Aktuelles
Selbstbestimmung im Gefängnis PDF Drucken E-Mail
Freitag, 27. Oktober 2017

Das Leben im Gefängnis bietet den Gefangenen wenig Anregung. Ihr Leben wird in vielerlei Hinsicht von Anderen bestimmt. Dadurch haben sie nur wenig Verhaltens- und Entscheidungsspielräume und Möglichkeiten, eigenverantwortliches Handeln zu erproben.

Doch eine selbstbestimmte Verantwortungsübernahme für das eigene Leben ist Voraussetzung für Wiedereingliederung in die Gesellschaft nach dem Gefängnis, für die Bewältigung des Alltags und die Aufnahme einer Arbeit. Nicht zuletzt ist Selbstverantwortung eine wesentliche Voraussetzung für die Aufarbeitung von Schuld. Die Eigenverantwortung der Gefangenen zu stärken und dadurch die Voraussetzung für die Wiedereingliederung zu verbessern - diesen Zielen hat sich ein neu konstituiertes europäisches Netzwerk von Caritasverbänden verpflichtet. Mitglieder dieses Netzwerkes sind Verbände in Frankreich, Albanien, Kosovo, Spanien, Italien, Litauen, Bulgarien und Deutschland.

Zwischen Herbst 2016 und sommer 2017 wurden Gefangene, NGOs und die Jusitiz in mehr als 10 Ländern befragt: Welche Maßnahmen und Angebote könnten Selbstbetimmung im Gefängnis fördern, Insgesamt haben wir knapp 1.200 ausgefüllte Fragebogen erhalten, davon kanpp 1.000 von Gefangenen. Unsere fränzösischen Kolleg*innen von Secours Catholique ihre  Ergebnisse als Broschüre publiziert:

icon Echo (1.13 MB) jean_franziskus.jpg

Jean Caël, Verantwortlicher bei Secours Catholique für den Bereich Straffälligenhilfe hat die Broschüre Papst Franziskus übergeben.

 

 

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 27. Oktober 2017 )
 
Erste Aktionstage Gefängnis 2017 PDF Drucken E-Mail
Freitag, 27. Oktober 2017

aktionstage_2017.jpg Mit den „Aktionstagen Gefängnis“ sollen die Realitäten hinter Gittern sichtbar gemacht und die gesellschaftliche und politische Funktion von Strafe und Gefängnis kritisch hinterfragt werden. Es soll aber auch eine Vernetzung und Organisierung derjenigen Initiativen, Gruppen, Verbände und Einzelpersonen gefördert werden, die Gefangene bei der Wahrnehmung ihrer Interessen unterstützen und/oder sich strafvollzugspolitisch engagieren.

ANGEFANGEN!
Selbstorganisation / Mindestlohn / Sozialversicherung

Als Auftakt fand am 07.11.2017 eine Pressekonferenz in den Räumen des Deutschen Caritasverbandes in Berlin statt.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 19. Dezember 2017 )
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Handbuch Resozialisierung in vierter Auflage PDF Drucken E-Mail
Montag, 2. Oktober 2017

Zur Umsetzung des Resozialisierungsauftrags bedarf es in der Praxis des Strafvollzugs und der Straffälligenhilfe eines breiten rechtlichen, kriminologischen, methodischen und institutionellen Wissens. Die 4., grundlegend überarbeitete und erweiterte Neuauflage des Handbuchs vermittelt praxisorientierte interdisziplinäre Fachkenntnisse rund um Resozialisierung, Erziehung und Sozialisation. Es berücksichtigt aktuelle rechtliche Entwicklungen und kriminologische Erkenntnisse und zeigt eine Vielzahl von möglichen Resozialisierungsmaßnahmen und Hilfeleistungen für straffällig gewordene Menschen auf.

Erweitert um die internationale Dimension, die Gestaltung von Übergängen, die Perspektiven eines Resozialisierungsgesetzes und um das Thema Opferhilfe richtet sich das Handbuch als Basislektüre und praktisches Nachschlagewerk an Studierende der Sozialen Arbeit, Erziehungs-, Rechts- und Sozialwissenschaften, an die Fachkräfte in der Justiz und der Straffälligenhilfe, in Jugendämtern und in Justizvollzugsanstalten.

Resozialisierung. Handbuch.
Herausgegeben von Prof. Dr. Heinz Cornel, Prof. Gabriele Kawamura-Reindl, Prof. Dr. Bernd Rüdeger Sonnen.
4., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage 2017, 661 S., Broschiert, ISBN 978-3-8487-2860-2. 59,- €

icon Handbuch Resozialisierung in vierter Auflage (84.51 kB) 

Link zur Verlagsseite

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 21. November 2017 )
 
Frauen in Haft PDF Drucken E-Mail
Montag, 12. Juni 2017

Neuerscheinung:

frauen_in_haft.jpgDieser Band beleuchtet aus verschiedenen Blickwinkeln die speziellen Belastungen inhaftierter Frauen wie sexuelle Gewalterfahrungen, nicht erkannte psychische Störungen sowie Suchtmittelmissbrauch. Die Inhaftierung kann zur Retraumatisierung führen, aber auch bei entsprechenden Hilfe- und Unterstützungsangeboten eine Chance für die Betroffenen sein.

Aus dem Inhalt:

  • Psychische Probleme inhaftierter Frauen
  • Familienorientierte Vollzugsgestaltung in Sachsen
  • Gesundheit und Gesundheitsförderung von Frauen im Gefängnis -Ergebnisse einer qualitativen Forschungsarbeit
  • Praktische Arbeit in der JVA für Frauen in Vechta - Einblick in die spezifischen Angebote
  • Die Auswirkungen der Föderalismusreform auf die frauenspezifische Straffälligenhilfe

Lydia Halbhuber-Gassner, Gabriele Grote-Kux (Hg.): Frauen in Haft. Spezielle Belastungen und Lösungswege. 2017, 124 Seiten, kartoniert, € 20,00. ISBN 978-3-7841-2953-2

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 21. November 2017 )
 
Stellungnahme zum Referentenentwurf zum Maßregelvollzug PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 2. September 2015

Der Deutsche Caritasverband, der Fachverband Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e.V. (CBP), sowie die Katholische Bundes-Arbeitsgemeinschaft Straffälligenhilfe (KAGS) begrüßen die geplante Reform der Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus gemäß § 63 Strafgesetzbuch (StGB).

Der vom Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz (BMJV) vorgelegte Referentenentwurf ist grundsätzlich geeignet, eine Reduzierung der Fallzahlen und eine Verkürzung der Unterbringungsdauer zu erreichen. Die in den letzten Jahren stetig gestiegene Zahl der untergebrachten Personen und die breite öffentliche Diskussion um einige Unterbringungsfälle ("Mollath") haben den Reformbedarf deutlich gemacht. Der Gesetzentwurf sieht eine Einschränkung der Anordnungsmöglichkeiten der Maßregel im Sinne einer stärkeren Fokussierung auf gravierende Fälle vor.

Fraglich ist aus unserer Sicht jedoch, ob alle geplanten Regelungen mit dem Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderung (UN-BRK) vereinbar sind. Wir schlagen zudem vor, die in § 63 StGB vorgesehene Maßnahme zukünftig auszudifferenzieren, um unterschiedlichen Formen von therapieorientierten und schützenden Maßregeln zu ermöglichen. Weiterhin wäre ein flächendeckendes sozialpsychiatrisches Versorgungsnetzwerk für Forensik-Ambulanzen mit Krisenmanagement sinnvoll, die als immanenter Bestandteil des Vollzugs der Maßregeln einzubinden sind. Die Verbände begrüßen, dass die Fortdauer der Unterbringungen zukünftig häufiger überprüft werden soll. Dazu Verfahrens- und Qualitätsstandards zu entwickeln, ist jedoch dringend geboten. Unabhängig von den gutachterlichen Tätigkeiten sind Beschwerdemechanismen rechtsverbindlich zu implementieren, und zwar schon bei der Anordnung der Unterbringung.

Stellungnahme

Referentenentwurf des BMJ

 

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 12. Januar 2016 )
 
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